Time & more

books and more - 5. Feb, 21:05
Ich bekomme das auch nicht so wirklich hin. Das Blogschreiben allerdings schafft von alleine so eine Balance - gleich mehrere Balancen, denke ich. Eine ist die zwischen Nähe und Distanz (oder besser: 'bei-sich-selbst-bleiben'?). Eine andere die zwischen (Wort)Spiel und Ernst (z.B. ernsten Inhalten wie verstorbenen Brüdern). Eine andere die zwischen Zeigen und Nicht-Zeigen. Was zeige ich, wovon schreibe ich. Was lasse ich (auch vor mir selbst) lieber weg. Das muss gar nicht schlecht sein, etwas auch einmal wegzulassen und z.B. eher vom Hellen als vom Dunklen zu schreiben. In meinem Blog hat sich's eher ins Spielerische, Leichte gedreht. Das war aber auch so etwas wie Zufall und kam in der Interaktion mit KommentatorInnen so zustande. Es hätte auch anders werden können, wie man - je nach Gegenüber - immer ein Anderer ist, finden Sie nicht auch? Gerade hier beim Kommentieren merke ich, wie sehr sich mein Ton jeweils anpasst, oder vielleicht ist Resonanz ein besseres Wort. Freilich geht das nicht mit allen, aber bei denen, mit denen ich im Austausch bin, fällt mir das manchmal sehr auf.
Liebe Grüße
B&M
twoblogs - 6. Feb, 20:51
Das empfinde ich auch fast so wie Sie, lieber Bux, mit den Balancen zwischen: 1. Selbstbeobachtung; 2. Verwortlichung; 3. Visualisierung; 4. Kommunikation; und 5. Therapie.
Alles ist von Zufall und zugleich Auswahl bestimmt. Wobei es mit dem freien Willen so eine Sache ist.
Den Zeitfaktor moechte ich auch nicht vergessen. Auch nicht die ursprüngliche Intention, von der ich jetzt nicht schreiben moechte.
Auf jeden Fall erfahre ich wie Sie eine Veraenderung durch die Interaktion. Da vermischen sich Zufaelligkeiten, Absichten, Stimmungsumschwünge, Gespraeche mit anderen, Lektuere usw.
Dazu kommt noch so etwas wie die Auslagerung einer Zielperson – in dem Sinn, dass Sie ja – wie ich - gern jemand anderer waeren, zumindest in gewissen Teilaspekten, je nachdem, welche Impulse aus der jeweiligen Situation kommen. Grueessli Audrii
Nachtrag 14.1.2009:
Damit, dass ich auch in schwierigen Situationen nicht aufgegeben habe, regelmaessig in diesem Blog weiterzuschreiben, bin ich sehr zufrieden. Mehr als ein Jahr, und das mit einer erstaunlichen Ausdauer! Das suggeriert Kontinuitaet, auch wenn es sonst – auf der Hauptlinie meines Lebens – oft nur Druck, Stress und auch Konfusion gegeben hat.
Ausserdem bleibt diese Art des Ausdrucks weiterhin eine Entdeckungsreise fuer mich, sozusagen zu anderen Herzen.
Merci à vous tous! Vous tous avez trouvé une place au fond de mon coeur!
twoblogs - 15. Jan, 13:37



