My Secret Garden

Annas Zwang zum Gestaendnis wurde bald hoerbar, war mir aber keineswegs unangenehm, weil sie mir dabei nicht aufdringlich erschien, auch wenn das Ganze einseitig blieb. Ich fuehlte mich sehr wohl in der Rolle der Begleiterin und Zuhoererin.
Sie leide schon seit ihrer Kindheit unter Zwangsgedanken. In der Pubertaet aeusserte sich dasss so, dass sie Schadenfreude bei Gewaltszenen im Fernsehen empfand. Davon konnte sie sich nur befreien, indem sie darueber immer wieder mit Freundinnen sprach. Wichtig war ihr, dass sie solche Gedanken abschuetteln konnte und nicht bewerten musste.
In den letzten Jahre haetten sich diese Phantasien wieder besetzt, die auch mit Gewalt zusammenhaengen. Es kommt ihr so vor, als wuerde die Trennlinie zwischen Phantasie und Realitaet wuerden manchmal verschwinden.
Sie sagte, sie schaeme sich im Moment wieder so dafuer, dass ihr das den Mund verschliesse. Sie wollte wissen, ob ich auch schon derartige Gedanken gehabt haette und ich antwortete: Ich erinnere mich an ein Buch von Nancy Friday, My Secret Garden, auf das ich waehrend des Studiums gestossen bin. Darin sprechen Frauen ganz offen ueber ihre sexuellen Phantasien.
„'Tell me, what you are thinking about!' she said, her words as charched as the action in my mind. As I'd never stopped to think before anything doing to her, I didn't stop to edit my thoughts.“
twoblogs - 11. Okt, 11:12
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks



