Ich koche nie selbst!

Nie ist natuerlich voellig uebertrieben. Im Kopf probiere ich immer etwas aus. Ich nehme mir vor, endlich wieder einmal etwas fuer mich zu tun, etwas voellig Lupenreines zu essen, und zwar von mir selbst zubereitet, mit ausgesuchten Zutaten.
Was Sie hier sehen, ist das Ergebnis einiger Versuche. Es sollte nicht nur etwas Essbares, sondern auch etwas Schoenes werden. Ich habe meine Mutter angerufen. Ich wollte ihren Rat. Sie war nicht zu Hause. Ich versuchte es mehrmals hintereinander, sprach auf den Anrufbeantworter, sie rief nicht zurueck. Ich geriet in Sorge.
Um nicht noch nervoeser zu werden, rief ich Anna an. Sie ist ja diejenige, die darauf schaut, dass ich nicht vom Fleisch falle, wie sie sagt.
Dann begann ich die Zutaten fuer ein Kartoffelpuerre zusammenzusuchen (Kartoffel, Butter, Eidotter, Weizenmehl, Gries, Salz) und dessen Herstellung vorzubereiten.
Zugleich musste ich staendig an Formeln denken, da ich mich in letzter Zeit auch mit Mathematik beschaeftigt habe. Es kamen mir daher Woerter wie Bruchterme, Heronsche Flaechenformeln, Faktorisierung den Sinn.
Waehrenddessen bemuehte mich, alles in der richtigen Reihenfolge in die Pfanne zu hauen und wie rasend zu ruehren.
Ich dachte: Wenn ich wie rasend ruehre, dann wird es ein rasend gutes Puerre. Und ich habe dann ein rasend gutes Essen. Wenigstens heute - am 19.12.2008, um 15.50 Uhr - bekomme ich einen vollen Magen und lebe so gesund!
Worauf ich sonst noch stolz bin? Dass ich es zustande brachte, auf der Oberseite des Teigbatzens, bevor ich ihn zerteilt habe, eine so schoene Kegelform hinzukriegen!
twoblogs - 20. Dez, 12:24
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