Finanzkrise, verzockt, Datenklau

Fuer mich ist die Finanzkrise nichts Neues, natuerlich meine eigene, die sogenannte private, die ist ja permanent. Ich muesste sie eigentlich: Einkommenskrise nennen, also die Krise, die entsteht, wenn das Einkommen staendig im Vordergrund steht, also Geld. Geld, der Gedanke daran, verseucht die Welt und damit auch meine eigene. Kein Geld, kein einziger Gedanke daran, nur eine Weile – waere das nicht ein ganz anderes Leben?
Sonst ist ja alles verzockt, nicht nur die falschen Gedanken, die ja bekanntlich nichts kosten, sondern die falschen Handlungen, aufgrund falscher Spekulationen.
Habe ich mich mit meinem Aufenthalt in Montreux verspekuliert? Nein, ich habe gewonnen – eine treue Freundin, innere Ruhe, Arbeitswillen, Geldersparnis. Durch meinen Aufenthalt in Paris? Ebenfalls nein, ich habe gewonnen – Vertiefung der Sprachkenntnisse, Mentalitaetsaustausch, Belohnung durch Aufmerksamkeit und Zuneigung, Animation zur Lebensveraenderung.
Ich kann nur gewinnen, wenn ich meinem Bauchhirn vertraue, in den Grenzen jedenfalls, die ich mir gestatten kann. So passiert kein Datenklau, in dem Sinn, dass ich mich taeglich durch einen Nacktscanner schleusen muesste, um mich zu erkennen, um neue Ideen zu finden, um in einer multipolaren Welt ein Punkt der Gelassenheit, Freiheit und temporaeren Fixation zu haben.
Ich brauche keinen finanziellen Rettungsschirm, nicht in der Hinsicht, dass ich der Allgemeinheit etwas zu meinen Gunsten entziehen will. Ich bin kein Sozialfall. Ich bin wendig, ich betrachte die jeweilige Umweltzone mit wachen Augen. Ich verfolge meine Ziele wie im Traum, wache aber im richtigen Moment auf.
Was fehlt mir? 10 % Ruecklage. Ist das konservativ? 10 % Ruecklage fuer alle Faelle. 10 % dafuer, dass sich nicht meine Mutter im Hinterkopf breitmacht. 10 %, jaehrlich, dafuer, dass ich mir in 10 Jahren ein Sabbatjahr goennen kann. Nur ein frommer Wunsch?
twoblogs - 17. Dez, 13:34
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