Der Phaenotyp meines Lebens 2

(Klappentextentwurf fuer ein noch unveroeffentlichtes Buch,
unter Mitarbeit von Mag. Dr. Prof. Alfons X, 2. Teil) (1. Teil hier)
"...Vielleicht gibt ein Blick auf Hofmannsthal den richtigen Hinweis: 'Mein Geist zwang mich, alle Dinge [...] in einer unheimlichen Naehe zu sehen: so wie ich einmal in einem Vergroessrungsglas ein Stueck von der Haut meines kleinen Fingers gesehen hatte, das einem Brachfeld mit Furchen und Hoehlen glich, so ging es mir nun mit den Menschen und ihren Handlungen.'
Audrey Sandrocks Phaenotyp ist bestrebt, ihrer Existenz moeglichst unmittelbaren Ausdruck zu verleihen, und das unter dem Einfluss der Tiefenblicke auf ihre vorgegebene Umwelt, auf die Grossstadt Paris, auf die Universitaet, auf das Geschehen in den Strassen, Bistros, Bars, Patisserien, Schokolaterien, auf den Untergrund der Stadt, in der Metro, auf die Seine, auf die Kirchen und Bibliotheken, auf die Museen und Parks etc.
Audrey Sandrocks Phaenotyp nimmt Menschen immer als „Zerloeste“ wahr, als im fliegenden Uebergang befindliche von einer Identitaetskrise in die anderes wobei Teile der einen Identitaet sich mit der anderen temporaer verbinden, woraus sich ein Geflecht bzw. Gespinst von Figuren, zugleich Saetzen und Satzpartikeln ergibt, das sich ununterbrochen auf ueberraschende Weise verwandelt, was auf das im Fluss der Zeit sich selbst unerbittlich erfahrende Bewusstsein verweist, das noch dazu ein weibliches ist, mit allen seinen Hoehen und Tiefen."
PS: Die Anregung zu diesem Beitrag stammt von David Ramirer, der sich wiederum auf tilak beruft. Merci beaucoup!
twoblogs - 15. Dez, 12:55
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