„Ich will Neues“ (4)

Ich moechte noch einmal auf das Problem zurueckkommen, das durch die vielen Fenster bzw. Tabs entsteht, die hier vor allem aus Recherchegruenden geoeffnet werden. Diese Versuchung zu Klicks, die so leicht den Fokus auf etwas anderes lenken. Ist Ihnen das nicht auch als Oszillieren zwischen Last und Lust bewusst?
Hier eine kleine Auswahl von Seiten, die ich seit gestern zwischendurch geoeffnet habe:
ultraorange
wortschatz
glanz&elend
watchblog
philo
audiotranskription
makemeheal
kunstforum
parisbalades
nachtkritik
chingchang
beautiful agony
doris knecht
registered data providers
literaturkritik
meedia
telepolis
germazope
Ausgespart habe ich bloglines. Von dort kann ich zu mehr als 200 Blogs gefuehrt werden,in denen staendig weitergeschrieben wird, daher Neugier erzeugen und zu einer Reaktion auffordern.
Anscheinend gibt es einen Trieb zur Unterbrechung. Wenn ein neuer Impuls entsteht, kommt ein neuer Adrenalinschub, als Belohnung. Daher ist es verlockend, permanent auf das Neue zu reagieren, was natuerlich die Faehigkeit minimiert, ein konkretes zeitlich begrenztes Ziel zu erreichen.
Zerstreuung ist also angesagt, Zerstueckelung, Fragmentierung, Eskapismus. Im Hintergrund regiert das Zweite, Dritte, Fuenfte, Hundertste. Mein Rezept, das nur im Wunschdenken immer funktioniert: Der PC wird nur eingeschaltet, wenn das Handschriftliche erledigt ist. Und: geklickt wird erst nach Mitternacht!
twoblogs - 23. Jun, 12:55
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