„Ich will Neues“ (5)

Und jetzt tatsaechlich eine Abschweifung, und zwar direkt zur sommerlichen Natur in der Hoffnung, die Regenzeit wuerde nun bald vorbei sein.
Dieses Gewaesser, ein frueherer Seitenarm der Donau, heisst Alte Naufahrt. Im Kruenitz ist dazu vermerkt: „Naufahrt, Naufuhre, so heisst bey der Schifffahrt auf der Donau die Fahrt den Strom hinunter von Ulm bis nach Ungarn, wo der sehr geschwinde Lauf des Flusses die Schiffsgefaesse selbst hinunter treibt, daher das Steuerruder bey der Naufahrt vorn am Schiffe ist, und nur an gefaehrlichen Stellen ein zweytes Steuerruder hinten am Schiffe gebraucht wird. Hingegen heißt die Schifffahrt, welche den Strom hinauf geht, der Gegentrieb, die Gegenfuhre. Dieser geschieht durch Pferde, welche das Schiff am Ufer hinauf ziehen. Der Weg, den diese Pferde nehmen, hat oft über unwegsame Felsen gebahnt werden müssen, und heisst der Hufenschlag.“
Neu ist dieser Ort fuer mich. Alfons war mehrmals mit mir dort, auch mit einigen Studierenden. Nicht vergleichbar mit der Neuen Donau, wo es auch FKK–Abschnitte gibt, oder mit anderen Gewaessern, wo Nacktbaden Zwang ist; oder mit solchen wie die Dechantlacke, wo Spanner jeglichen Couleurs die Buesche und Badematten besetzen.
Hier ist es erstaunlich ruhig und zwanglos. Natuerlich wachsen Seerosen nur in einem kleinen Abschnitt. Der groesste Teil des Ufers, soweit es betretbar ist, erlaubt einen freien Zugang zum Wasser.
Manchmal kommen auch Pferde hierher, Reiterinnen auf Pferden, weil es in der Naehe einen Reitstall gibt. Oefter ist es schon passiert, dass diese mit den Pferden an einer seichten Stelle ins Wasser gegangen sind und dort eine halbe Stunde oder mehr stehenblieben.
Der Bus haelt in der Naehe der Zufahrt. Von dort brauchen Sie 10 Minuten, um bis ans Ende zu kommen. Aber Sie koennen schon vorher hinuntertreten. Ueber eine Bruecke ist es auch moeglich, ans andere Ufer gelangen. Dort gibt es einen Baum mit einem dicken, fast waagrechten Ast, auf dem oft jemand sitzt, meist ein Kind. Aber dass dieses einen Sprung von dort ins Wasser gewagt haette, habe ich noch nicht gesehen. Ich werde das versuchen, wenn es wieder Badewetter gibt.
twoblogs - 26. Jun, 12:01
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Sammelmappe (Gast) - 27. Jun, 08:29
Ein Sprung ins Wasser. Ich bin sicher, dass Sie es versuchen werden.
twoblogs - 28. Jun, 12:33
Gestern 18 Uhr, liebe Claudia, kein Regen, kein Mensch dort, Wasser braeunlich vom Hochwasser. Warm genug, um darin zu schwimmen. Alfons schaute zu und hatte eine "tolle Idee".
Den Ast aus der Naehe in Augenschein genommen: der Baum steht einen Meter zu weit vom Ufer weg; ich wuerde da auch nicht hineinspringen.
Keine Pferde. Allerdings vor zwei Wochen bot sich folgendes Bild:

Den Ast aus der Naehe in Augenschein genommen: der Baum steht einen Meter zu weit vom Ufer weg; ich wuerde da auch nicht hineinspringen.
Keine Pferde. Allerdings vor zwei Wochen bot sich folgendes Bild:
la-mamma - 27. Jun, 12:29
dort ist es wirklich schön,
ich bin nur grad ganz verwundert, da ich mir sie in allen möglichen städten vorstellen konnte, aber seltsamerweise nie in wien.
twoblogs - 27. Jun, 12:38
Grad schau ich mir die Lesung der vorletzten Bachmannpreis-Leserin an und bin verwundert, dass ich mich derzeit in Wien befinde. Nur mehr eine Woche, immerhin.
PS: Ein schwacher Jahrgang, da muss ich Volker Hage zustimmen. Sehr schwach, leider auch die Frauen. Aber warum ueberhaupt sollten die "Besten des Jahrgangs" nach K. kommen?
PS: Ein schwacher Jahrgang, da muss ich Volker Hage zustimmen. Sehr schwach, leider auch die Frauen. Aber warum ueberhaupt sollten die "Besten des Jahrgangs" nach K. kommen?




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