„Ich will Neues“ (2)

Ich habe noch nie eine rote Zipfelmuetze getragen, bin auch noch weder als Weihnachtsfrau noch als Gartenzwergin irgendwo aufgetreten; aber vielleicht hat mir nur die Gelegenheit dazu gefehlt. Das bringt mich aber auf mindestens drei neue Gedanken, die alle auf dem Eintrag von Steppenhund basieren: 1. Maerchen; 2. Garten, 3. Mann.
Ad 3) Versuchsweiser Geschlechtswechsel. Wie wuerde ich mich – als Mann – unter einer roten Zipfemutze fuehlen? Wuerde ich mich – wenn auch nur zum Schein – zu einer Konkurrenz verleiten lassen, etwa auf diese Weise dass mir eine besonders hohe bzw. reich verzierte Zipfelmuetze zulege, wodurch ich mich vielleicht schon in die Naehe des Grossen Zauberers ruecken koennte? Waere ich imstande, mir eine solche ueberhaupt selbst zu naehen?
Ad 2) Noch nie habe ich ueber die Einsamkeit des Gartenzwergs, das heisst: der Gartenzwergin nachgedacht. Darueber, ob eine solche in einer Schar von Gleichgesinnten sich nicht auch einsam fuehlen wuerde, denn alle wuerden zwar das Auf und Ab der Jahreszeiten beobachten koennen, den Wechsel des Wetters etc.; aber sie waeren in ihrer Position festgenagelt bzw. voellig abhaengig von den Gartenbesitzern, die ja dann – wuerde sie einmal korrigierend eingreifen – auch keine rettende Hand (einer Dea ex machina) ersetzen koennte.
Ad 1) Zu den mir gleich dazu einfallenden Heinzelmaennchen kann ich nur sagen, dass ich als kleines Maedchen eine Unzahl von Gedichten und Liedern auswendig lernen musste, die mein Vater – da gab es ihn noch – aufnahm. So auch dieses: „Da kamen bei Nacht,/Ehe man’s gedacht,/Die Maennlein und schwaermten/Und klappten und laermten/Und rupften/Und zupften/Und huepften und trabten/Und putzten und schabten.../ Und eh ein Faulpelz noch erwacht.../War all sein Tagewerk... bereits gemacht!“
Lange Zeit hoffte ich, irgendwann in der Nacht wuerde ich aufwachen und sie dabei beobachten koennen, wie sie fuer mich die Aufgaben schrieben und Musik machen wuerden – eine beinahe unhoerbare, damit die Mutter nicht aufwachte etc.
twoblogs - 18. Jun, 10:07
6 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
steppenhund - 18. Jun, 11:53
Sie müssen aufpassen:) Manche mögen das gar nicht, wenn man ihre Bilder vefremdet - habe ich gerade lesen müssen.
Ich selbst fühle mich geschmeichelt und bestens getroffen. Sie dürften etwas nachgearbeitet haben, jetzt wirke ich gar nicht mehr so betrunken.
Und beim obigen Bild wird es wohl auch keine Einwände geben:)
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Waldviertel - Wien wäre doch gar nicht so weit. (Allerdings war ich ja auch nicht in Wien und werde es aufgrund der Termine erst ab dem Samstag sein:)
Aber Achtung! Sie müßten mit Pseudo-Intellektualität umgehen können;)
Ich selbst fühle mich geschmeichelt und bestens getroffen. Sie dürften etwas nachgearbeitet haben, jetzt wirke ich gar nicht mehr so betrunken.
Und beim obigen Bild wird es wohl auch keine Einwände geben:)
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Waldviertel - Wien wäre doch gar nicht so weit. (Allerdings war ich ja auch nicht in Wien und werde es aufgrund der Termine erst ab dem Samstag sein:)
Aber Achtung! Sie müßten mit Pseudo-Intellektualität umgehen können;)
twoblogs - 18. Jun, 18:40
Freut mich sehr, lieber St., dass ich Sie nicht verletzt habe. Als ich wieder besser drauf war, hab ich die Unschaerfe verstaerkt, wie Sie ja bemerkt haben.
Zum Thema "Blog und reales Leben" finden Sie voraussichtlich am Samstag einen Eintrag.
Zum Thema "Blog und reales Leben" finden Sie voraussichtlich am Samstag einen Eintrag.
books and more - 19. Jun, 09:23
Mir laufen auch immer wieder Gartenzwerge über den Weg (oder vielmehr ich ihnen, um genau zu sein), dann denke ich an den Dr. und könnte manchmal in den Schubkarren beißen, dass ich jetzt wieder keine Kamera etc.! Übrigens auch in Sachen Audrey/ii! Neulich ein tolles Riesenplakat in einer Buchhandlung mit Audrey herself. Und wieder ohne Cam! Next time!
Bonjour!
Books
Bonjour!
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twoblogs - 19. Jun, 11:59
Laufende Gartenzwerge? Wenn das kein Schein-Manoever ist!
In laendlicher Umgebung, wie z B in der Gegend, wo meine Mutter wohnt, sitzen sie brav im Gebuesch und schauen und warten. Die Maibaeume stehen auch noch im Juni vor dem Haus des Buergermeisters, welken dahin, und die Zwerge ruehren sich nicht von der Stelle. Beim letzten Hochwasser (es war ein tragisches, 2002) lernten sie allerdings schnell schwimmen.
PS: Ja, ganz ungeduldig erwarte ich Ihr Audrey-Foto!
In laendlicher Umgebung, wie z B in der Gegend, wo meine Mutter wohnt, sitzen sie brav im Gebuesch und schauen und warten. Die Maibaeume stehen auch noch im Juni vor dem Haus des Buergermeisters, welken dahin, und die Zwerge ruehren sich nicht von der Stelle. Beim letzten Hochwasser (es war ein tragisches, 2002) lernten sie allerdings schnell schwimmen.
PS: Ja, ganz ungeduldig erwarte ich Ihr Audrey-Foto!
Sammelmappe (Gast) - 19. Jun, 21:23
Die Heinzelmännchen - von denen haben wir als Kinder auch immer geträumt. Vor allem wenn einem mitten in der Nacht eingefallen ist, dass der Aufsatz, den man schon seit zwei Wochen hätte schreiben sollen, noch nicht mal angefangen ist.




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