Leider hatte ich wieder einmal kein Klopapier mehr zuhause!

Ich traeume nicht von einer solch endlosen Klopapierrolle. Wenn aber das Papier ausgeht, verwende ich Papiertaschentuecher, die es ja eine Weile stapelweise gibt, und greife dann, sollte ich aus Trotz oder Absenz kein Klopapier besorgt haben, auch gern zu Servietten.
Irgendein Billigtoilettenpapier verwende ich nur in Notfaellen, da ich das meist wie eine Behandlung mit Schleifpapier mit grober Koernung erlebe. Ich freue mich immer auf das von jeder Firma angekuendigte samtflauschige Erlebnis.
Seitdem ich mir einmal ein „Luxuspapier" namens „Tscharming“ gegoennt hatte, fuehrte daran kein Weg vorbei. Bis dahin war ich der Meinung, das Billigste tut auch seinen Zweck. Und ich nahm die Reaktion meiner sensiblen Haut als eine hoechst unangenehme, aber notwendige Begleiterscheinung in Kauf.
Nachdem diese Marke jedoch in meiner Naehe nicht mehr zu haben war, stieg ich auf „Huckle Superrflutsch“ um, was jedoch eindeutig ein Missgriff war. Denn das erwartete Superfluffy-Erlebnis blieb aus. Ich fuehlte mich verarscht, auch deshalb, weil ich aufgrund der Werbung Huckle sehr hoch angesetzt hatte: "etwas Besonderes zu einem besonderen Preis".
Inzwischen bin ich bei einem Schlucker-Papier gelandet: es ist tatsaechlich supersoft und vor allem reissfest, reisst also nicht an einer x-beliebigen Stelle, sodass Sie sich nicht nach jedem Klogang die Haende desinfizieren muessen. Die drei Lagen haften gut aneinander. Ein solches Papier erscheint in meiner Phantasie als ein Endlosband, das mir jederzeit dasselbe wohlige Befreiungsgefuehl vermittelt.
***
Nachricht aus der Vergangenheit: Sonntag, 22. Juni 2008 (Das ideale Fussballfeld)
twoblogs - 22. Jun, 11:55
7 Kommentare - Kommentar verfassen - 1418 mal gelesen - 0 Trackbacks
nömix - 25. Jun, 10:41
Hieramts gelangt bei Sitzungen neuerdings "Z€WA mull" zur gefälligen Verwendung, bedruckt mit erbaulichen Texten zum Thema »Wussten Sie schon? Kurioses aus der Welt des Fußballsports«. Leider stehen die Antworten vor den Fragen auf der Klopapierrolle, weshalb man sie nie mehr erfährt, sobald man das Blatt mit der Antwort abgerissen und seinem Verwendungszweck zugeführt hat, sodass nur mehr die unbeantwortete Frage auf der Rolle zurückbleibt.
twoblogs - 25. Jun, 15:30
Ich meinerseits haette natuerlich auch gern ein „Mehrwertpapier“ benuetzt. Ob mich Antworten auf Fussballfragen erbauen wuerden, sei dahingestellt. Sofort testen wuerde ich Rollen, die mir weiteres kunsthistorisches Wissen vermitteln*), von mir aus auch „Kurioses“. Allerdings haette ich dann wahrscheinlich ein Problem, den Verwendungszweck zeitgerecht wahrzunehmen.
*) Z. B.: Wer nahm mit der "Organisation fuer direkte Demokratie durch Volksabstimmung" an welcher documenta teil und wie lange?
*) Z. B.: Wer nahm mit der "Organisation fuer direkte Demokratie durch Volksabstimmung" an welcher documenta teil und wie lange?
kraM - 25. Jun, 18:27
Danke für die Empfehlungen. Ich finde das überhaupt ein Thema, über das in Blogs viel zu wenig geschrieben wird: Stuhlgang.
twoblogs - 25. Jun, 19:35
Wie recht Sie haben: derzeit etwas ganz Aktuelles! Mein Stuhl (bei Hofer vor ca. 1 ½ Jahren um ca. 120,- gekauft) hat sich etwas Ungeheuerliches erlaubt: er kippte einfach zur Seite, ich mit ihm. Dabei habe ich gar nicht geschaukelt. Die Ursache: eine der Schweissnaehte, mit denen die Rollen am Fusskreuz befestigt wurden, ist aufgebrochen. Der Gang zum naechsten Stuhl wurde damit unfreiwillig beschleunigt.
kraM - 25. Jun, 20:18
Mein Stuhl hat Rollen, ich kann daher nicht so mitreden.
creature - 25. Jun, 21:52
hier sagt man sessel dazu, klingt besser.
zum stuhl fällt mir nur der heilige ein!
ich sitze auf einem chefsessel, auch billigst beim mömax vor jahren erstanden, der hält noch immer und ist bequem.
zum stuhl fällt mir nur der heilige ein!
ich sitze auf einem chefsessel, auch billigst beim mömax vor jahren erstanden, der hält noch immer und ist bequem.
stoppl - 10. Jul, 01:11
ich hätte es doch wirklich nicht für möglich gehalten, daß sie tatsächlich annehmen, jemand interessiere sich dafür wann und welches toilettpapier sie verwenden.
das geliehene wort "privacy" ist für sie wahrscheinlich auch ein fremdwort und das wort "tabu", haben sie im duden nicht gefunden.
wie weit geht belanglosigkeit und wann beginnt geschmacklosigkeit?
das geliehene wort "privacy" ist für sie wahrscheinlich auch ein fremdwort und das wort "tabu", haben sie im duden nicht gefunden.
wie weit geht belanglosigkeit und wann beginnt geschmacklosigkeit?




Trackback URL:
http://twoblogs.twoday.net/stories/6391923/modTrackback