Montag, 14. April 2008

Mein rotes zusammenGeknautschtes Klatschmohnparadies!

W-2008-03-25-G-von-gut

Meine Mutter*) hat wieder einmal eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Sie saGte es direkt: Du wolltest doch kommen! - Ja, ich wollte kommen, und ich bin ja auch schon beinahe unterweGs!

Ich habe ein Gutes Verhaeltnis zu ihr. Wir telefonieren fast jeden Tag. Ich erinnere mich nur an Schoenes, wenn ich an Zuhause denke: BlumenGarten, Kischen-, Aepfel- und Birnbaeume, Schuppen, Dachboden, Stall, Huehner, Gaense, Enten, Katzen, Hecken, Felder, FeldweGe, Au, Teiche, Donau etc.

Ich war kein sehr behuetetes Kind. Ok, ich war schon behuetet, aber nicht zuhause, sondern in der Klosterschule. Deshalb auch voller Aengste, bis ich schliesslich eine Gottesphobie entwickelt hatte, dh eine ueberGrosse Angst vor Gott. Komisch war, dass er auch auf den beflueGelten Koepfen der Schwester-Lehrerinnen sass und herunterschimpfte (und –Grinste). Ich musste mich ducken und lernte das Schielen. So zwischen fast Geschlossenen AuGen heraus dieser mein zuGleich unterwuerfiGer und zorniGer Blick. Also Gottesliebe, voellig verdreht, weil der ja auch auf den Bruesten der Schwestern-Lehrerinnen sass, zwischen denen oft auch ein pochendes Herz - Jesu - fuer mich blinkte. Sie waren Geschlechtslos, also faktisch keine Menschen, zumindest keine Frauen. Dann wiederum rochen sie doch sehr Geschlechtlich - so als wuerden sie sich nicht waschen oder sich nur jede Nacht mit Myrrhe und Weihrauch durchraeuchern lassen. Es war ein eiGentuemlicher MischGeruch, der mich auch aufreGte – einerseits Grauslig; andererseits aber auch so ein komisches Versprechen – dass, wenn Sie sich ihm voellig hingeben, das heisst: voller Vertrauen, Sie auch beschuetzt und behuetet werden vor all dem Boesen, das hinter ja jeder Tuer lauert, hinter jedem Fenster und jedem Stein .

***

Dr. G.: Warum ist dein G so Gross?
Audri: Weil es aus so vielen Menschen besteht. Aus mehr als 50. Aus hunderten!
Dr. G.: Koennte es noch Groesser sein?
Audri: Natuerlich. Ich stelle mir Gerade ein kontinuierliches Wachstum vor.
Dr. G.: Wie meinst du das?
Audri: Dass sich immer mehr Menschen dazuleGen. Ein staendiGes Kommen, Ausziehen und HinleGen. Sie muessen nur darauf achten, dass die G-Form erhalten bleibt.
Dr. G.: Dann ist ja alles auf dieser Wiese in staendiGer BeweGung?
Audri: RichtiG. Das ist zuGleich das Paradies und auch eine Art Hoelle.
Dr. G.: Vorn das Paradies und hinten die Hoelle?
Audri: Wenn du es unbedinGt so Genau wissen willst - ja.
Dr. G.: Also vorn der verfuehrerische Mohn?
Audri: Ja, der verfuehrerische Mohn - Klatschmohn - , mit diesen zusammenGeknautschten, so schnell welken Blaettern, die du mir zuliebe auszupfen muesstest, wenn ich mich ins Klatschmohnfeld leGe.
Dr. G.: Du haettest also Gern eine rote zusammenGeknautschte Klatschmohnfelddecke?
Audri: Ja, von nichts anderem traeume ich die Ganze Zeit. Das waer dann mein rotes zusammenGeknautschtes Klatschmohnparadies!

*) Siehe auch:
http://twoblogs.twoday.net/stories/4817622/
http://twoblogs.twoday.net/stories/4620564/
http://twoblogs.twoday.net/stories/4624944/
http://twoblogs.twoday.net/stories/4578154/

Trackback URL:
http://twoblogs.twoday.net/stories/4818859/modTrackback

katiza - 14. Apr, 13:37

Gott ist Groß - und Göttinnen und Gütige Großmütter Genauso...auch Gerechtigkeit, Großzügigkeit und Geschlecht.

twoblogs - 15. Apr, 11:03

Ich wuerde gern alle Menschen, die ich mag, in meinem Klatschmohnparadies versammeln. Das geht natuerlich nicht.
Aber heute morgen bekam ich einen Anstoss auf eine andere Weise eine fragile Verbindung herzustellen, naemlich durch ein Soeckchen!

Ich nehme jetzt also das Soeckchen an, das mir Katiza geschenkt hat, wie auch den jeweiligen Spruch, den ich beim Qi Gong-Training kriege. Der letzte lautete: „Grosses Glueck ist die Feuerprobe des Menschen. Grosses Unglueck ist nur die Wasserprobe.“

Zu meinen Gewohnheiten, von denen ich viele weniger als Macken denn als Zwaenge betrachten wuerde, zaehle ich an erster Stelle das Aufschieben. Das Weitere ergibt sich aus diesem Satz: Ich warte jetzt einmal, bis Edith nach Hause kommt. ;-))

Mein Soeckchen gebe ich gern weiter an die Herren
Bandini,
Bux,
creature,
Kid,
Schneck und
Schoss.
Ich freue mich auf ihre Enthuellungen.
Es ist ein frisch gewaschenes Soeckchen. Falls es aber einer der Genannten lieber in einem gebrauchten Zustand auffangen moechte, dann sei seiner Phantasie keine Grenze gesetzt.

Weiters klopfe ich laechelnd an bei
buchweblog,
cara,
gaga,
menschenleer ,
michaela und
nunu.
Ihnen biete ich je einen meiner schwarzen Fineliner an. Ich habe sehr viele davon. Nur mit denen schreib ich. Auch ein Zwaengline. (Manchmal auch mit diesem Schwan ! ;-))

g a g a - 16. Apr, 01:54

Ich möchte mich ja gerne kooperativ zeigen, aber das klingt alles wahnsinnig kompliziert! Bitte um Nachsicht. Ich bin schon älter und auch trunken. Und es ist spät. Womöglich studiere ich Ihr Anliegen noch einmal im Ernüchterungszustand! Ich garantiere für nichts!
BUCH BLOG - 16. Apr, 08:59

Ich berichte Ihnen einige seltsame Verhaltensweisen von mir, liebe Audrey, die sich jederzeit ergänzen lassen:
1. Wenn ich am Vormittag zur Arbeit fahre, nehme ich bei einer roten Ampel ein Feuchttuch aus dem Handschuhfach und reinige mir die Lider.
2. Bevor ich die Wohnung verlasse, gehe ich noch einmal in die Küche und schau ob Herd und Wasserkocher abgedreht sind.
3. Bei jeder Gelegenheit, so auch am Arbeitsplatz bevor ich mit der Arbeit beginne, zupfe ich mir die Augenbrauen zurecht.
4. Egal ob ich sitze oder stehe: wenn ich dran denke, kneife ich die Pobacken zusammen.Den Grund können Sie sich denken.
5. Nicht zu vergessen: ich berühre auch die Herdplatten, um zu spüren, ob sie kalt sind.
6. Meistens gehe ich, wenn ich schon beimAuto bin, noch einmal zurück, um sicher zu sein, dass ich die Wohnungstür abgesperrt habe.
7. Früher hatte ich immer ein Buch und ein kleines Notizbuch bei mir. Ich habe überall gelesen: in der Straßenbahn, U-Bahn, im Bus, im Café.Jetzt lese ich nur mehr zuhause im Bett. Ich stelle die Bücher immer daneben schräg auf den Boden.Dort werden sie mit der Zeit etwas schief. Sie tun mir leid, aber ich kann nicht anders.
menschenleer - 16. Apr, 10:52

Ist der Fineliner, den Sie mir anbieten, imaginärer Natur? Anders wüsste ich nämlich nicht, wie ich ihn annehmen sollte.
Wie's der Teufel will besitze ich auch eine Menge solcher Schreibgeräte, ich könnte Sie ja für einen davon zur Patin ausrufen, dann wäre er sozusagen "Ihrer"...
creature - 16. Apr, 23:36

danke für das "Soeckchen" ;)
ich werds mir aufheben, hab bis jetzt gearbeitet und nun bin ich muede.
gute nacht
books and more - 17. Apr, 08:28

Liebe Audrii,

ich danke für das Söckchen, das ich mir allerdings lieber als Strumpf vorstelle. Vielleicht in Klatschmohnrot? Als Illustration meiner Macke, manche Dinge aufzuschieben (1), kommt der Strumpf zunächst mal in die Schublade. Mein Schreibtisch hat übrigens 10 Schubladen und zwei kleine Arbeitsbretter zum Ausziehen (2). Auf dem einen liegen eine Schneidmatte und ein schönes kleines Grafikermesser (3). Damit könnte man sogar ein 'G' aus Klatschmohn ausschneiden. Oh, das sind jetzt sogar schon 3 Sachen für Ihre Schreibaufgabe. Mal sehen... In den wenigen Tagen meiner Abwesenheit ist der Baum vor meinem Schreibtischfenster weiß aufgeblüht (4). Eben rumpelt oben an der Straße die Müllabfuhr vorbei und holt die 'Gelben Säcke' ab (5). Das wäre mal eine schöne Kunst-Aktion: Säcke in verschiedenen Farben ausgeben. Montags würden dann die Gelben Säcke abgeholt (mit gelbem Plastikmüll), Dienstags die blauen Säcke (mit blauem Plastikmüll), Mittwochs vielleicht die orangenen ... Ich habe übrigens eine Vorliebe für Farben als Gestaltungs- und Ordnungselement (6).

Den Strumpf an 6 weitere Adressen weiterzugeben überfordert mich gerade. Es gibt in meinem Leben derzeit zu viele Adressen und zu viele Entscheidungen!

Liebe Grüße & einen schönen Tag von Bux
Erdge Schoss (anonym) - 17. Apr, 09:33

Wenn

Stöckchen zu Söckchen werden kann ich nicht wiederstehen, liebes Fräulein Audrii ...

Meine Krawatten hängen auf einem Krawattenbügel.
Dort hängen und hängen sie, weil ich keine trage.
Ich bin ein miserabler Hemdenbügler.
Schuhe putzen kann ich.
Ich trinke nur in Notfällen durcheinander.
Und zwinkere mir im Spiegel zu.

Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Erdge Schoss (anonym) - 17. Apr, 09:35

Ein Himmelreich

für ein Komma mehr und ein e weniger ...

Herzlich
Ihr Erdge Schoss
twoblogs - 16. Apr, 02:08

Vielen Dank fuer Ihre Kooperatiosnwilligkeit, Fr. Gaga! Alles ist einfach kompliziert, ja! Aber „aelter“ gilt nicht, schon gar nicht bei Ihnen! Und „trunken“ um diese Zeit, wer ist das nicht? Ich hab gerade meinen Arm gefatscht, „trunken“ vor Schmerz. Es geht, es ist spät. Danke auch für die „Garantie“ „im Ernüchterungszustand“! Das laesst hoffen! Gute Nacht von Audrey

twoblogs - 16. Apr, 17:04

Liebe G., noch nie war ich „Patin“, nicht einmal eines Fineliners – und nun gleich von einem der Ihrigen! Ich habe mir extra das letzte Buch des »Mister Beam von Wien« bei A. bestellt, um Genaueres ueber Quantenteleportation zu erfahren. Es waer doch schoen, wenn sich diese „spukhafte Fernwirkung“ tatsaechlich gegenseitig auf unsere Schreibgeraete auswirken koennte! Ich wuerde ihn – „meinen“ Fineliner – sicher auch dazu animieren, wieder einmal ein Personenportraet - vielleicht von einer Stud. oder einer Prof. - in Ihren Notizblock zu kritzeln!

menschenleer - 16. Apr, 21:17

Ach, das Kritzeln, ja. Das hatte ich mir auch intensiver vorgenommen. Man nimmt sich so viel vor... aber ich will Ihnen mal versprechen, dass ich Ihr Patenkind in Hinkunft öfter mitnehmen werde.
twoblogs - 17. Apr, 16:50

Aber natuerlich, lieber Bux!

Strumpf, klatschmohnrot (und einiger mehr) – hier!
(Mode für Sie Wäsche Strümpfe Feinstrümpfe Rot 2 Paar Strümpfe)

Was die Schreibtischladen betrifft: Sie haben um vier mehr; und Ausziehbretter gibt’s hier nicht, ebensowenig wie so ein haarscharfes Schneidemesser zum Buchstabenausschneiden! Waer aber nicht schlecht, so etwas zumindest fuer einen der vielen noch fehlenden zu haben.

Weiss Bluehendes vorm Fenster: Apfel- oder Pflaumenbaum?

Sehr gute Idee, den getrennten Muell mit verschiedenen Farben zu kennzeichnen – aber sollte sich das nicht auch auf den Papierabfall, Stoffabfall etc. erstrecken?

Wirkt sich Ihre „Vorliebe für Farben als Gestaltungs- und Ordnungselement“ auch auf Ihre reale Wohnsituation aus?

Veli liebi Grueesli!

books and more - 18. Apr, 10:46

Ein Pflaumenbaum! Derzeit in schöner Sonne.
Bux
twoblogs - 17. Apr, 22:27

Lieber Schoss,

Sie werden lachen, ich hab auch meine Krawatten.
Zwei, es sind Frauenkrawatten, aber sie haengen auf keinem Buegel.

Ja, und buegeln, so etwas Unweibliches, vermeid ich. D.h. also: wenn’s nach mir ginge, waer mein Leben voellig buegelfrei.

Die Schuhe dagegen, da steh ich Ihnen nicht nach, sind in der Regel beim Weggehn schmutzfrei.

Trinken tu ich nur in Notfaellen, wie Sie, durcheinander; heuer war ich jedoch bisher recht clean.

Sie zwinkern sich zu im Spiegel? Hier gibt etwa vier, die Taschenspiegel nicht gerechnet. Wie koennte ich da ohne Kontrollblick vorbeispazieren?

PS: Und Sie, wie gehen Sie mit Ihren Hosen und Hemden um? Tragen Sie Huete oder gar Muetzen? Haben Sie auch einen roten Schal? Verlassen Sie im Fruehling auch nicht ohne Handschuhe das Haus?

erdge schoss - 18. Apr, 18:43

Frauenkrawatten

liebes Fräulein Audrii, schmücken ungemein, Sie wahrscheinlich besonders. Ich liebe den Bügelduft, wobei ich's weitaus faszinierender finde, wenn eine feingliedrige Hand das Eisen führt.

Gibt es überhaupt eine Frau, die ohne kontrollierenden Blick einen Spiegel passiert?

Bei Anzügen bin ich empfindlich, bei Casual wear leger. Meinem scheitelfreien Haupt ist es geschuldet, dass ich zumindest an kalten Wintertagen nicht ohne Wollmütze vor die Tür trete. Einen roten Schal besitze ich nicht, wohl aber einen seidenweißen. Und selbst an Frosttagen komme ich ohne Handschuhe aus, wenn die Manteltaschen wärmen.

Handschuhe im Frühling, liebes Fräulein Audrii? Zur Gartenarbeit taugt Ihr Modell wohl kaum ...

Herzlich
Ihr Erdge Schoss
schneck06 - 18. Apr, 12:23

oh, liebe audrii, erst jetzt... sehe ich. ein kleines söckchen. in der fremde einer baustelle bekommt man keine söckchen mitgeteilt, lediglich stahlkappen. und erst gestern gelandet am gasometer muss ich immer erst einmal länger mit alice telefonieren, bis alles an ihr wieder stimmt und richtig sitzt. also 'macken', ja? da wären: ich hänge bilder immer zunächst schief auf, ohne dass ich das will. ich gebe grundsätzlich immer zehn prozent trinkgeld, ohne dass ich das will. ich fühle mich von zu dicht auffahrenden autobahnaudis grundsätzlich bedroht, ohne dass ich das will. ich kann nicht zeichnen, ohne dass ich das will. ich sehne mich ganztags nach weiblicher gesellschaft, ohne dass ich das will. derzeit lasse ich mir beat-kotteletten wachsen, ohne dass ich das will. das wars, herzlich schneck:-)

twoblogs - 18. Apr, 21:22

Oh, lieber Fraenk, dass Sie aus Stahlkappen heraus wieder beim Gasometer gelandet sind, freut mich sehr! Ihre Abwesenheit war ja schon auffaellig.

Und dass Alice sich mit Telefonaten zufrieden gibt, ist sicher keine Macke – stimmungs-, berufs-, entfernungsbedingt? Oder was sonst?

Wie gut ich Sie verstehe: „ohne dass ich das will“! Ein Mann mit Grundsaetzen! Die Frage waere nur, welche Hand es denn ist, die Sie fuehrt – die linke, die rechte, die boese, die gute?

Voellig Ihrer Meinung bin ich uebrigens, was die weibliche Gesellschaft betrifft. ;-)

PS: „Beat-Koteletten“ – etwa so?
schneck06 - 19. Apr, 10:26

mal die gute, liebe audrii, mal die boese. so muss das sein, so ist das gut.
twoblogs - 19. Apr, 10:07

Jaja, der Buegelduft, lieber Schoss! Aus Ediths weisser Bluse zum Beispiel...
Aber derzeit duftet der Fruehlingsgarten von allen Seiten. Und der Ausblick ueber die Wiese ist wie immer ueberwaeltigend.
Und hier etwas zum Thema „Der maennliche Blick in den Spiegel“, nur fuer Sie! Grueessli am Morgen!

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