Auch bei mir scheinen Arbeit und Chaos in einer gewissen Beziehung zu stehen. Ordnung ist zwar schön, um mein Material zu finden, aber wenn's dann mal losgeht, bin ich immer schnell bei einem Zustand, der Ihren Fotos doch sehr nahekommt (wenn meine Bücherreihen auch nicht so schön psychedelisch aurisieren wie Ihre, und mein Kabelsalat seit neuestem hinter dem Zweitmonitor ganz gut versteckt ist).
Ordnung entsteht dann in der entstehenden Arbeit, meist auf dem Bildschirm. Wie's drumherum ausschaut ist mir dann erst mal ziemlich wurscht - und so schaut's dann auch aus!
Sie haben mir ja eine gewisse Leidenschaft im Ordnen durch Ihre Vorher-Nachher-Fotos suggeriert. Deshalb kann ich mich auch immer wieder an Ihren Bemühungen delektieren. Da liegt die Versuchung nahe, das als beispielhaften Allgemeinzustand und nicht als ständigen Versuch einer Annäherung an eine umfassendere Ordnung zu betrachten.
Der wirkliche Kabelsalat befindet unter meinem Hubtisch (den ich hier vorgefunden habe), allerdings auf einem rosa(!) Tablett und gut sichtbar, wenn ich den Stuhl ein wenig zurückschiebe. Theoretisch ist es eine gute Einrichtung, sowohl im Sitzen als auch im Stehen arbeiten zu können. Allerdings hebt er sich zwar von selbst; doch die Sitzhöhe muss ich ihn mit ziemlicher Kraftanstrengung (mit meinem Fliegengewicht) hinunterzudrücken.
Beruhigend, dass auch bei Ihnen ein bedeutender Unterschied sein kann zwischen Bildschirm- und Zimmerordnung!
PS: „psychedelisch aurisieren“ – haben Sie das so gemeint:
To fathom hell or soar angelic
just take a pinch of psychedelic?
Da können Sie sich ganz beruhigt in ihre Kleiderberge sinken lassen: Auch bei & in mir ist's nicht so clean und viereckig wie auf dem (wieder mal ziemlich eingestaubten) Bildschirm.
Sie haben auch klarsichtig erkannt, dass es bei diesem Aufräumen hier um eine 'umfassendere Ordnung' geht, um Spiegelungen des Inneren bzw. Faktoren, die dem Inneren von außen her, wie ich festgestellt habe, wohltun. Auch der spielerische Aspekt bei diesen Vorher-Nachher-Bildchen gefällt mir :-)
Was mich jetzt ans LEGO-Spielen als Kind erinnert. Ich mochte es, zu sortieren, oder das Aufräumen in ein fortgesetztes 'Spiel' einzubauen, indem ich z.B. die vielen im Zimmer verteilten Bausteinchen mit einem eigens dafür zusammenimprovisierten LEGO-Bagger zusammenschob. Was mich an manche Farbzusammenstellungen bei den LEGO-Steinen denken läßt, die ich mied. Weiß und Gelb z.B., ebenso Blau und Gelb nebeneinander verursachten mir ein geradezu körperliches Gefühl. Ein unangenehmes Ziehen.
Orange dagegen ist wunderbar. Gab es leider nie. Hätte es orangene LEGO-Steine gegeben, hätte ich mir einen Sack davon zu Weihnachten gewünscht.
Danke für den Hinweis auf das klassische kleine Gedicht zum Stichwort 'psychedelisch'. Schon wieder was gelernt. Ich meinte damit in Bezug auf Ihre Fotos die Farben: die 'ein wenig anders & bunter als normal' sind; und auf das Stichwort 'Aura' brachten mich die lichtbetonten Kanten der Gegenstände, die sozusagen ein wenig über sich selbst hinausleuchten.
Mit 'pinches' gleichwelcher Substanzen habe ich allerdings so gut wie keine Erfahrung.
Ordnung entsteht dann in der entstehenden Arbeit, meist auf dem Bildschirm. Wie's drumherum ausschaut ist mir dann erst mal ziemlich wurscht - und so schaut's dann auch aus!
Der wirkliche Kabelsalat befindet unter meinem Hubtisch (den ich hier vorgefunden habe), allerdings auf einem rosa(!) Tablett und gut sichtbar, wenn ich den Stuhl ein wenig zurückschiebe. Theoretisch ist es eine gute Einrichtung, sowohl im Sitzen als auch im Stehen arbeiten zu können. Allerdings hebt er sich zwar von selbst; doch die Sitzhöhe muss ich ihn mit ziemlicher Kraftanstrengung (mit meinem Fliegengewicht) hinunterzudrücken.
Beruhigend, dass auch bei Ihnen ein bedeutender Unterschied sein kann zwischen Bildschirm- und Zimmerordnung!
PS: „psychedelisch aurisieren“ – haben Sie das so gemeint:
To fathom hell or soar angelic
just take a pinch of psychedelic?
Sie haben auch klarsichtig erkannt, dass es bei diesem Aufräumen hier um eine 'umfassendere Ordnung' geht, um Spiegelungen des Inneren bzw. Faktoren, die dem Inneren von außen her, wie ich festgestellt habe, wohltun. Auch der spielerische Aspekt bei diesen Vorher-Nachher-Bildchen gefällt mir :-)
Was mich jetzt ans LEGO-Spielen als Kind erinnert. Ich mochte es, zu sortieren, oder das Aufräumen in ein fortgesetztes 'Spiel' einzubauen, indem ich z.B. die vielen im Zimmer verteilten Bausteinchen mit einem eigens dafür zusammenimprovisierten LEGO-Bagger zusammenschob. Was mich an manche Farbzusammenstellungen bei den LEGO-Steinen denken läßt, die ich mied. Weiß und Gelb z.B., ebenso Blau und Gelb nebeneinander verursachten mir ein geradezu körperliches Gefühl. Ein unangenehmes Ziehen.
Orange dagegen ist wunderbar. Gab es leider nie. Hätte es orangene LEGO-Steine gegeben, hätte ich mir einen Sack davon zu Weihnachten gewünscht.
Danke für den Hinweis auf das klassische kleine Gedicht zum Stichwort 'psychedelisch'. Schon wieder was gelernt. Ich meinte damit in Bezug auf Ihre Fotos die Farben: die 'ein wenig anders & bunter als normal' sind; und auf das Stichwort 'Aura' brachten mich die lichtbetonten Kanten der Gegenstände, die sozusagen ein wenig über sich selbst hinausleuchten.
Mit 'pinches' gleichwelcher Substanzen habe ich allerdings so gut wie keine Erfahrung.