Rudolf Viktor Joseph Leopold Karl (anonym) - 30. Jan, 12:51
Meine Nichte hat mir Ihr Weblog gezeigt, einige Seiten daraus. Sie fand Ihre Namensfindung witzig. Sie heisst Claudia Bayer, hat aber nichts gegen diesen Namen. Sie meinte aber, meine Name sei zwar gewöhnlich, ich könnte aber etwas Ungewöhnliches dazu zu erzählen. Ja, das stimmt! Aber ich diktiere ihr das jetzt, sie muss schreiben!
Mein vollständiger Name ist Rudolf Viktor Joseph Leopold Karl. Nur fünf Vornamen, und jeder könnte ein Nachname sein.
Der Großvater hieß Rudolf, wurde aber Rudi gerufen. Ich wurde aber bald zu einem Rolf gemacht, was auch als Hundename für Wolfshunde gebräuchlich war. Manchmal rief man mich aber Ralf, weshalb ich dann zwei Rufnamen hatte, die aber eigentlich nichts mit meinem Taufnamen zu tun hatten.
Der Name meines Vaters und mein eigener sind deckungsgleich, wenn ich die Titel weglasse. Weil es bei Rudolf Karl immer wieder zu postalischen Verwechslungen kam, habe ich dem Rudolf noch V hinzugefügt als Abkürzung für Viktor. So passierte es, daß ich von einigen Leuten in den Adelsstand versetzt wurde: Wie geht Ihnen denn, Herr von Karl?
Mein Vater Rudolf Karl hat in seiner Jugend bei Filmen als Komparse mitgewirkt. Zufällig befand sich der später berühmt gewordene Rudolf Carl in der Reihe hinter ihm und sagte den gleichen Namen. Da sagte der Regieassistent: Zwei gleiche Namen, das geht nicht! So kam der Schauspieler zu dem C am Anfang seines Familiennamens. Aber mein Vater wurde trotzdem später häufig gefragt: Sind Sie mit dem Schauspieler verwandt?
„Herr Karl“ gerufen zu werden, ist nicht immer das Angenehmste. Ich werde todsicher mit Qualtingers Herrn Karl in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund habe ich im Lauf der Jahre alle Schallplatten Qualtingers bekommen, in der Meinung, das wäre ein besonders originelles Geschenk. Wenn man sich in irgendeiner Situation darüber belustigt hat, habe ich immer ein Qualtinger-Zitat parat gehabt.
Im übrigen sollte ich darauf hinweisen, daß es ein Irrtum ist zu glauben, daß Karl ein urdeutscher Name und von karal, dh Mann oder Ehemann abgeleitet ist. –l ist ja die Verkleinerungsform, Kar-l also ein kleines Kar. Der Karlbauer ist demnach ein Bauer, der seinen Grund neben einem kleinen Kar hatte.
Woher meine Familie wirklich kommt, kann ich aber nicht so weit zurückverfolgen, weil mein Stammbaum nur ins 19. Jh. reicht.
Ich kann aber noch etwas zu Adele Sandrock sagen: fast alle Filme aus den 30er Jahren mit ihr habe ich gesehen, Die Puppenfee, Flitterwochen, Amphyrion...
Mein vollständiger Name ist Rudolf Viktor Joseph Leopold Karl. Nur fünf Vornamen, und jeder könnte ein Nachname sein.
Der Großvater hieß Rudolf, wurde aber Rudi gerufen. Ich wurde aber bald zu einem Rolf gemacht, was auch als Hundename für Wolfshunde gebräuchlich war. Manchmal rief man mich aber Ralf, weshalb ich dann zwei Rufnamen hatte, die aber eigentlich nichts mit meinem Taufnamen zu tun hatten.
Der Name meines Vaters und mein eigener sind deckungsgleich, wenn ich die Titel weglasse. Weil es bei Rudolf Karl immer wieder zu postalischen Verwechslungen kam, habe ich dem Rudolf noch V hinzugefügt als Abkürzung für Viktor. So passierte es, daß ich von einigen Leuten in den Adelsstand versetzt wurde: Wie geht Ihnen denn, Herr von Karl?
Mein Vater Rudolf Karl hat in seiner Jugend bei Filmen als Komparse mitgewirkt. Zufällig befand sich der später berühmt gewordene Rudolf Carl in der Reihe hinter ihm und sagte den gleichen Namen. Da sagte der Regieassistent: Zwei gleiche Namen, das geht nicht! So kam der Schauspieler zu dem C am Anfang seines Familiennamens. Aber mein Vater wurde trotzdem später häufig gefragt: Sind Sie mit dem Schauspieler verwandt?
„Herr Karl“ gerufen zu werden, ist nicht immer das Angenehmste. Ich werde todsicher mit Qualtingers Herrn Karl in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund habe ich im Lauf der Jahre alle Schallplatten Qualtingers bekommen, in der Meinung, das wäre ein besonders originelles Geschenk. Wenn man sich in irgendeiner Situation darüber belustigt hat, habe ich immer ein Qualtinger-Zitat parat gehabt.
Im übrigen sollte ich darauf hinweisen, daß es ein Irrtum ist zu glauben, daß Karl ein urdeutscher Name und von karal, dh Mann oder Ehemann abgeleitet ist. –l ist ja die Verkleinerungsform, Kar-l also ein kleines Kar. Der Karlbauer ist demnach ein Bauer, der seinen Grund neben einem kleinen Kar hatte.
Woher meine Familie wirklich kommt, kann ich aber nicht so weit zurückverfolgen, weil mein Stammbaum nur ins 19. Jh. reicht.
Ich kann aber noch etwas zu Adele Sandrock sagen: fast alle Filme aus den 30er Jahren mit ihr habe ich gesehen, Die Puppenfee, Flitterwochen, Amphyrion...