Das war jetzt zwar längere Zeit nicht Thema, aber ich erinnere mich gut, dass ich meinen Nachnamen überhaupt nicht mochte, und den Vornamen auch nicht.
Im Zuge der (nicht von mir selbst betriebenen) Ahnenforschung war einmal davon die Rede, dass es einen adligen Zweig der Familie gebe, den Zweig derer 'von Königstein' nämlich, o Wohlklang!, und eventuell wären wir mit denen ... was meine kindliche Phantasie dahingehend anfeuerte, ich sei wahrscheinlich ein sozusagen irrtümlich umbenannter, wenn nicht gar vertauschter ... Jedenfalls war das ein zumindest phonetischer Silberstreif am Horizont, hat sich dann aber im schnöden Karrensand bürgerlichen Alltags verloren.
Nein, wenn Sie mich so direkt fragen: Mir gefallen meine Namen eigentlich nicht. Bin aber hier ja schon in verschiedener Weise umbenannt worden :-)
Den Adel, lieber Bux, gibt es in der Gegend, aus der ich komme, gar nicht, weshalb sich in mir auch keine Aufwertungsphantasien solcher Art entwickelten.
Märchen bewirkten allerdings eine Phase der Prinzessin- und Prinzen-Rollenspiele.
Während des Studiums wurde in meinem Freundeskreis keine adelige Herkunft wahrgenommen. Offiziell werden ja auch keine Titel getragen.
Eine gute Freundin, inzwischen verstorben, verbarg lange Zeit, dass sie ihr Name – von der Vaterseite her - mit einem ungarischen Adelsgeschlecht verband. Eigentlich war sie eine „von ....vich“. Der Großvater war angeblich Milliardär gewesen, der Vater ein verarmter Architekt.
Vor ihrem frühen Tod machte sie eine Reise zu den ehemaligen Schlössern der Familie in Ungarn und Rumänien. Immer wieder beschäftigte sie die Frage, wie weit sie ihre Herkunft ihre Karriere als Schauspielerin beeinflusst hatte; und ob sie diese als Schriftstellerin zum Thema ihres Schreibens machen durfte.
Erst einige Jahre, bevor sie starb, schilderte sie mir ihre weitverzweigten Verwandtschaftsverhältnisse und den familiären Druck, der sich als Selbstzensur äusserte, die sie nicht überwinden konnte. Nach ihrem Tod kamen ihre Manuskripte nicht ins Literatur-, sondern ins Familienarchiv.
PS: Warum mögen Sie Ihre Namen nicht? Ist Albert denn nicht Ihr richtiger Vorname?
Im Zuge der (nicht von mir selbst betriebenen) Ahnenforschung war einmal davon die Rede, dass es einen adligen Zweig der Familie gebe, den Zweig derer 'von Königstein' nämlich, o Wohlklang!, und eventuell wären wir mit denen ... was meine kindliche Phantasie dahingehend anfeuerte, ich sei wahrscheinlich ein sozusagen irrtümlich umbenannter, wenn nicht gar vertauschter ... Jedenfalls war das ein zumindest phonetischer Silberstreif am Horizont, hat sich dann aber im schnöden Karrensand bürgerlichen Alltags verloren.
Nein, wenn Sie mich so direkt fragen: Mir gefallen meine Namen eigentlich nicht. Bin aber hier ja schon in verschiedener Weise umbenannt worden :-)
Märchen bewirkten allerdings eine Phase der Prinzessin- und Prinzen-Rollenspiele.
Während des Studiums wurde in meinem Freundeskreis keine adelige Herkunft wahrgenommen. Offiziell werden ja auch keine Titel getragen.
Eine gute Freundin, inzwischen verstorben, verbarg lange Zeit, dass sie ihr Name – von der Vaterseite her - mit einem ungarischen Adelsgeschlecht verband. Eigentlich war sie eine „von ....vich“. Der Großvater war angeblich Milliardär gewesen, der Vater ein verarmter Architekt.
Vor ihrem frühen Tod machte sie eine Reise zu den ehemaligen Schlössern der Familie in Ungarn und Rumänien. Immer wieder beschäftigte sie die Frage, wie weit sie ihre Herkunft ihre Karriere als Schauspielerin beeinflusst hatte; und ob sie diese als Schriftstellerin zum Thema ihres Schreibens machen durfte.
Erst einige Jahre, bevor sie starb, schilderte sie mir ihre weitverzweigten Verwandtschaftsverhältnisse und den familiären Druck, der sich als Selbstzensur äusserte, die sie nicht überwinden konnte. Nach ihrem Tod kamen ihre Manuskripte nicht ins Literatur-, sondern ins Familienarchiv.
PS: Warum mögen Sie Ihre Namen nicht? Ist Albert denn nicht Ihr richtiger Vorname?