Mitten im Chaos machen Frauen Bücher!

In meinem Arbeitszimmer schaut es links von der Tür noch immer so aus. "Frauen machen Bücher" ist im Ulrike Helmer Verlag erschienen. Bücher werden tatsächlich hauptsächlich von Frauen konzipiert, produziert, gestaltet und verkauft – als Lektorinnen, Literaturagentinnen, Übersetzerinnen, Mediengestalterinnen usw. Davon handeln die 42 Abschnitte dieses Buches. Mehr dazu finden Sie hier:
http://helmer.txt.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHelmer.woa/8/wo/18b6Xd6Wc5UD2pR9Z0O1QIBiqiY/3.0.15.1.5.1.0.7.0.1
Angeschnitten ein ebenfalls schwarzes(!) Buch, das mir ein Freund geschenkt hat: Leonhard Schmeiser, Das Werk des Druckers. Es handelt von einem wunderbaren und rätselhaften Buch, Hypnerotomachia Poliphili, einer Liebesromanze aus dem Jahr 1499. Mehr darüber in Wikipedia und hier: http://www.edition-roesner.at/BuchinformationSchmeiser.htm
Nicht sichtbar, aber unmittelbar darunter: Christoph Höcker, Golf von Neapel, Dumont; Sophie Calle, Verlag der Buchhandlung Walter König; Elisabeth, Private Visions, Hunter Edizioni usw.
Das ist einer der 5, 6 Bücherstapel vor dem Bücherregal, in dem in Bodennähe, wie Sie sehen, Ordner stehen. Die drei links sind nicht schwarz, sondern rot.
Erstaunlich verändert hat sich die knisternde silberne Hülle, in der ein ausrangierter Photoleiter für meinen Drucker steckt. Darauf liegen gleich drei Netzteile, davon eines für mein Handy.
Ich schwanke häufig zwischen heftigem Interesse und Abwehr; auch zwischen Versöhnung mit meiner Schwierigkeit, meine Dinge konstant in Ordnung zu halten, und dem Gelächter, das aus mir herausbrechen würde, wenn ich es dabei zu einer gewissen Perfektion gebracht hätte. Das Stichwort ist konstant. Das Lachen könnte sowohl Erleichterung als auch milden Spott bedeuten. Immerhin bin ich schon in der Lage, nicht gleich jedes meiner Kleidungsstücke über die ausrangierten Schaufensterpupppe links vom Fenster zu hängen, wenn ich mich umziehe. Und ich ziehe mich oft mehrmals am Tag um, auch wenn ich nicht weggehe. Wozu hätte ich denn beinahe einen Wäschewaschzwang entwickelt?
Aus Chaos mach Ordnung, aus zufällig aufeinander treffenden Farben etwas, das schön ist, mich erheitert und vielleicht auch ein wenig irritiert - soll ich von diesen zwei Sätzen weiterhin mein Leben bestimmen lassen?
twoblogs - 23. Jan, 12:30
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